Am Anfang, mittendrin oder erst auf dem Teller? Es gibt nicht den einen richtigen Zeitpunkt für alle Gewürze. Entscheidend ist, ob sie Zeit zum Mitziehen brauchen, kurz erwärmt werden sollen oder einen frischen Duft zum Abschluss geben.
Früh dazu: ganze Gewürze zum Mitziehen
Ganze Gewürze geben ihr Aroma nach und nach ab. Eine Ceylon Zimtstange darf deshalb schon beim sanften Garen von Milchreis oder Apfelkompott dabei sein. Probiere zwischendurch und nimm sie heraus, sobald dir die Zimtnote gefällt. Vor dem Servieren die Stange und mögliche Rindenstücke entfernen.
Beim Kochen: gemahlene Gewürze sanft erwärmen
Gemahlener Kreuzkümmel lässt sich gut in Saucen und Eintöpfen verteilen. Du kannst ihn kurz bei niedriger bis mittlerer Hitze zu angedünsteten Zwiebeln geben und danach die feuchten Zutaten einrühren. Nicht lange trocken braten: Gemahlene Gewürze verbrennen schnell.
Das heißt nicht, dass sie immer erhitzt werden müssen. In Hummus, Joghurtdips oder Marinaden rührst du sie einfach direkt ein und lässt sie etwas ziehen.
Zum Schluss: feine Kräuternoten und der letzte Schliff
Frische, zarte Kräuter wie Schnittlauch und Basilikum kommen meist erst gegen Ende oder beim Anrichten dazu. Kräftigere Kräuter wie Rosmarin und Thymian dürfen dagegen auch mitgaren. Bei getrockneten Kräutern und Mischungen lohnt sich ein Blick auf die Verwendungsempfehlung.
Unser Bergkräuter Salz streust du beispielsweise kurz vor dem Servieren über heiße Kartoffeln oder Gemüse. So setzt du die Kräuterwürze gezielt zum Abschluss ein.
Unser Gewürztipp
Würze in Etappen: am Anfang sparsam, während des Kochens probieren und zum Schluss abschmecken. Besonders bei lange eingekochten Saucen kann die Würze durch den Wasserverlust kräftiger werden. Nachlegen geht leichter als wieder herausnehmen.
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