Manchmal ja, aber nicht grundsätzlich. Kurzes Anrösten kann Gewürzen eine warme, röstige Note geben. Ob es sich lohnt, hängt vom Gewürz und vom Gericht ab. Für einen frischen Dip brauchst du andere Aromen als für ein kräftiges Curry.
Ganze Gewürze: kurz rösten, dann mörsern
Ganze Samen wie Kreuzkümmel eignen sich gut zum trockenen Anrösten. Gib sie ohne Fett in eine Pfanne und erwärme sie bei mittlerer Hitze. Dabei regelmäßig schwenken und dabeibleiben.
Sobald sie deutlich duften, nimm sie heraus und gib sie auf einen Teller. In der heißen Pfanne würden sie weiter rösten. Kurz abkühlen lassen und anschließend mörsern oder mahlen. Dunkel oder rauchig sollen sie nicht werden.
Gemahlene Gewürze: lieber sanft in Fett erwärmen
Gemahlene Gewürze verbrennen schneller. Gib sie bei Currys oder Eintöpfen deshalb nur kurz bei niedriger bis mittlerer Hitze in etwas Öl, etwa zu bereits angedünsteten Zwiebeln. Rühre um und gib dann die feuchten Zutaten dazu. Das ist eher ein kurzes Anschwitzen als trockenes Rösten.
Für Hummus, Joghurtdips oder Marinaden kannst du gemahlenen Kreuzkümmel auch direkt einrühren. Anrösten ist kein Pflichtschritt.
Was besser nicht in die trockene Pfanne gehört
Getrocknete Blattkräuter und Mischungen mit Zucker brauchen besondere Vorsicht: Sie können schnell verbrennen und bitter werden. Auch Gewürzsalze müssen nicht pauschal angeröstet werden. Richte dich hier nach den enthaltenen Zutaten und der Verwendungsempfehlung.
Unser Gewürztipp
Verlass dich auf den Duft statt auf eine feste Zeit. Pfanne, Hitze und Gewürzmenge machen einen großen Unterschied. Wird das Gewürz schwarz oder riecht verbrannt, starte lieber neu. Verbrannte Würze lässt sich nicht rückgängig machen.
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